Lange deutete es sich an, seit dem 10. September 2020 haben wir Gewissheit: Die Afrikanische Schweinpest (ASP), diesich seit 2007 von Osteuropa Richtung Nordwesten ausbreitete, ist auch in Deutschland angekommen.

 
Für den Menschen stellt die Viruserkrankung, die ihren Ursprung in Afrika hat und sowohl Wild- als auch Hausschweine befällt, allerdings keine Gefahr dar. „Der Erreger der ASP ist nicht auf den Menschen übertragbar“, erklärte Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung, nachdem der erste Fall in Brandenburg bekannt geworden war. Weder vom direkten Kontakt mit kranken Tieren noch vom Verzehr von Lebensmitteln, die von infizierten Haus- oder Wildschweinen stammen, gehe ein Risiko für die Bevölkerung aus.

Gleichwohl weist das Institut darauf hin, dass der Erreger sehr stabil ist und in Lebensmitteln über mehrere Monate infektiös bleiben kann. Wenn nicht erhitzte Lebensmittel oder deren Reste, die von infizierten Tieren stammen, an nichtinfizierte Tiere verfüttert werden, kann das Virus bis in Hausschweinbestände verbreitet werden.

Eine hygienische Zubereitung des Fleisches empfiehlt sich – unabhängig von einer möglichen Erkrankung. Haus- und Wildschweinfleisch sollte gekühlt aufbewahrt und vor dem Garen getrennt von anderen Lebensmitteln verarbeitet werden. Zur sicheren Zubereitung gehört auch eine Temperatur von 70 Grad oder höher im Inneren des Fleischstücks, die für mindestens zwei Minuten erreicht werden sollte, heißt es aus dem Bundesinstitut für Risikobewertung.

Weitere Informationen hat das Institut auf seiner Website (LINK) zusammengestellt.

PM+

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