Frauen und Männer entscheiden sich in Deutschland immer später für Nachwuchs. Zwischen 1991 und 2019 stieg das durchschnittliche Alter bei der Geburt eines Kindes im Durchschnitt um 3,6 Jahre.

 
Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie zu Vaterschaften, die das Statistische Bundesamt und das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung vorgelegt haben. Demnach stieg das durchschnittliche Alter der Väter bei der Geburt eines Kindes seit 1991 um 3,6 auf 34,6 Jahre. Das durchschnittliche Alter der Mütter der im Jahr 2019 geborenen Kinder lag mit 31,5 Jahren im Durchschnitt ebenfalls 3,6 Jahre über dem Wert von 1991 (27,9 Jahre).

Bei Erstgeborenen waren die Väter im Durchschnitt 33 Jahre und die Mütter 30 Jahre alt. Die Eltern der Zweitgeborenen waren jeweils um 2 Jahre älter, beim dritten Kind waren die Väter im Durchschnitt 36,6 Jahre und die Mütter 33,2 Jahre alt.
 
Warum unterscheiden sich die zusammengefassten Geburtenziffern von Frauen und Männern?
 
Im Jahr 2019 wurden in Deutschland durchschnittlich 1,45 Kinder je Mann geboren. Diese „zusammengefasste Vaterschaftsziffer“ lag damit unter der zusammengefassten Geburtenziffer der Frauen, die 2019 auf 1,54 Kinder kamen. Nach Angaben der Forscher liegt dieser Unterschied darin begründet, dass die Anzahl potenzieller Väter höher ist als die Anzahl potenzieller Mütter.

Europaweit gehören die deutschen Väter zum „älteren“ Drittel, entscheiden sich aber früher für Nachwuchs als Männer in Italien, Griechenland und Spanien, die (laut Schätzungen für das Jahr 2017) bei der Geburt ihrer Kinder 36 Jahre waren. Die jüngsten Väter leben mit einem Durchschnittswert von 32 Jahren in Rumänien.

PM+

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