Dass die Wirtschaft in deutlich größerem Umfang dazu beitragen muss, die Zukunft nachhaltiger zu gestalten, steht wohl außerfrage. Grüne Start-Ups sind da oft schon auf einem guten Weg. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat nun vier weitere von ihnen in ihr Förderprogramm aufgenommen.

 
Die Start Ups, die fachliche und finanzielle Unterstützung bekommen, sitzen – anders als die in Osnabrück beheimatete DBU – in Tettnang, Berlin, Kassel und Frankfurt. Sie vergrößern die Zahl der grünen Start Ups, die von der DBU gefördert werden, auf 22.

„Wir realisieren ein digitales Trinkgeld, das Menschen in Schwellen- und Entwicklungsländern zugutekommt, die ein Produkt hergestellt haben“, beschreibt Jonathan Funke von „Tip me Global“ den Ansatz seines Start Ups. Kauft ein Kunde z.B. Schuhe in einem Onlineshop, kann er mit einem Klick ein digitales Trinkgeld geben. Dieses wird dann direkt, fair und ohne Abzüge zwischen allen Arbeitern an der Produktionsstätte aufgeteilt.

Diese bekommen einen Code per SMS und können sich das Geld dann in einer Bank auszahlen lassen. Damit die Summen an die richtigen Empfänger gehen, werden nicht nur die Firmen, sondern auch die Personendaten der Mitarbeiter vorab geprüft.

Dr. Thomas Berberich (l.) und Daniel Weber von Phytoprove entwickeln neue Geräte, die den Versorgungszustand von beispielsweise Tomatenpflanzen messen, anzeigen und in eine Cloud übertragen.

Einen ganz anderen Ansatz verfolgt die Firma Phytoprove Pflanzenanalytik. Wenn eine Pflanze bereits sichtbare Schäden wie bleiche oder welke Blätter aufweist, ist es für geeignete Gegenmaßnahmen meistens bereits zu spät, meint Phytoprove-Gründer Dr. Thomas Berberich. Sein Start Up hat sowohl für private Pflanzenbesitzer als auch für Landwirte eine Lösung entwickelt, die einen zu hohen Düngereinsatz verhindern und den Wassereinsatz optimieren soll.

Die Geräte von Phytoprove messen den Versorgungszustand von beispielsweise Weinreben, Gemüsepflanzen oder Getreide und übertragen ihn in eine Cloud. „So kann jeder seine Pflanzen rechtzeitig und nach Bedarf düngen und bewässern“, sagt Berberich.

Die beiden anderen geförderten Start Ups haben innovative Verfahren für eine digitale Beratung zum Themenkomplex elektrische Kleinfahrzeuge (Start Up „Newbility“) und intelligente Fenster für den Klimaschutz (Start Up „Nanoscale Glasstec“) auf den Weg gebracht. Alle Firmen leisteten einen Beitrag, um die Zukunft nachhaltiger zu gestalten und die Chancen der Digitalisierung für Umwelt und Gesellschaft zu nutzen, meint Dr. Stefanie Grade, Koordinatorin des DBU Start-up Programms.

PM+

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