Neben der Anzahl der Geburten und Sterbefälle wirkt sich der sogenannte Wanderungssaldo entscheidend auf die Größe einer Bevölkerung aus. 2020 ist er durch Corona bereits stark beeinflusst worden.

 
Der Wanderungssaldo beschreibt das Verhältnis von Zu- und Wegzügen. In Osnabrück ist er seit Jahren positiv, 2019 verzeichnete die Hasestadt 447 mehr Neubürger als „Auswanderer“:
14.116 Menschen zogen in die Hasestadt, 13.669 verließen sie.

Im ersten Quartal dieses Jahres zeichnete sich aber bereits eine Trendumkehr ab. 2.699 Zuzüge standen 2.897 Wegzügen entgegen, der Wanderungssaldo lag damit bei -198.

Bundesweit fiel der Rückgang noch viel deutlicher aus – die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Maßnahmen hatten massiven Einfluss auf das gesamte Migrationsgeschehen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden in den ersten fünf Monaten des Jahres 2020 insgesamt 442.000 Zuzüge und 377.000 Fortzüge gezählt.
Der Wanderungsüberschuss lag damit bei 65.000 Personen. Zwischen Januar und Mai 2019 waren es noch 147.000.

Redaktion

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