Die nächste Hitzewelle kommt bestimmt, doch ein Drittel der Deutschen scheint das nicht besonders zu beunruhigen. Laut einer aktuellen Studie benutzen nur 67,2 Prozent gelegentlich ein Schutzmittel, obwohl intensive Sonneneinstrahlung als ein entscheidender Risikofaktor für die Entstehung von Hautkrebs gilt.

Auch die Sonnen-Nachsorge ist bei den Deutschen nicht besonders ausgeprägt. Gerade einmal 35,6 Prozent pflegen ihre Haut nach intensiver Sonnenbestrahlung mit After-Sun-Produkten.
Zu diesen Ergebnissen kommt der Bericht „VuMa Touchpoints 2020“.

Dabei hat ein Sonnenbrand nicht nur unmittelbar schmerzhafte Folgen. Für Mediziner steht fest, dass er eine Ursache für bösartige Tumorerkrankungen der Haut sein kann. Cremes, Sprays oder Lotionen können dem schädlichen Einfluss entgegenwirken, denn ihre Filtersubstanzen schützen die Haut vor den gefährlichen UV-Strahlen.

Die Deutsche Krebsgesellschaft empfiehlt bei entsprechenden Witterungsbedingungen deshalb ausdrücklich das Tragen von Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnenbrille sowie für ungeschützte Hautstellen eine Creme mit „adäquatem“ Lichtschutzfaktor. Dabei gilt laut Deutscher Krebsgesellschaft die Faustregel: „Je heller der Hauttyp, desto geringer die Eigenschutzzeit der Haut und desto höher sollte der Lichtschutzfaktor des Sonnenschutzmittels sein.“ Um den Lichtschutzfaktor tatsächlich zu erreichen, brauchen Erwachsene nach Meinung der Experten etwa 30 bis 40 ml Lotion für den gesamten Körper.

Zusätzliche Sicherheit bietet ein regelmäßiger Besuch beim Hautarzt. Seit 2008 können gesetzlich Versicherte ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre Anspruch auf eine Früherkennungsuntersuchung geltend machen und kostenlos in Anspruch nehmen.

Wer erfand die Sonnencreme?
Drei Pioniere verhalfen der Sonnencreme in Europa zum Durchbruch. 1933 meldete die Bayer-Tochter „Drugofa“ die Delial-Salbe mit UV-Lichtschutzfilter zum Patent an. Drei Jahre später folgte „Ambre Solaire“, eine Entwicklung des L’Oreal-Gründers Eugène Schueller. Der Österreicher Franz Greiter zog aus der Besteigung eines Berges zwischen Österreich und der Schweiz und dem nachfolgenden Sonnenbrand Konsequenzen. Seine Creme „Piz Buin“ kam 1946 auf den Markt.

Redaktion

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