Es gibt sie nur in Niedersachsen, hier allerdings in reichlicher Anzahl. Aktuell hat das Bundesland 116 Samtgemeinden, in denen 653 Mitgliedsgemeinden organisiert sind.

Bei Samtgemeinden handelt es sich um freiwillige Zusammenschlüsse mehrerer Kommunen eines Landkreises, die rechtlich selbständig bleiben. Allerdings übernimmt die Samtgemeinde, die mindestens 7.000 Einwohner haben sollte, zentrale Aufgaben, die im Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetz aufgeführt sind. Dazu gehört beispielsweise die Erstellung eines Flächennutzungsplans, die Schulträgerschaft, der Betrieb von Gesundheitseinrichtungen, Sportstätten und Büchereien sowie Wasserversorgung, Kanalisation, Abfallentsorgung oder Straßenreinigung.

Die Samtgemeinden haben deshalb eigene Organe: den Samtgemeinderat, den Samtgemeindeausschuss und den Samtgemeindebürgermeister. Der Zusammenschluss, beziehungsweise die enge Kooperation von Gemeinden, ist auch in anderen Bundesländern üblich. So gibt es in Sachsen Verwaltungsverbände, in Rheinland-Pfalz Verbandsgemeinden und in Schleswig-Holstein Ämter. Die Bildung von Sammtgemeinden – damals noch mit zwei „m“ – war bereits in der Gemeinde-Ordnung für den Preußischen Staat vom 11. März 1850 vorgesehen.

 

 

 

 

Samtgemeinden im Osnabrücker Land
Die größte Samtgemeinde im Osnabrücker Land ist Bersenbrück mit knapp 30.000 Einwohnern. Zu ihr gehören Alfhausen, Ankum, die Stadt Bersenbrück, Eggermühlen, Gehrde, Kettenkamp und Rieste. Die drei weiteren Samtgemeinden sind Artland, Fürstenau und Neuenkirchen.

 

Redaktion

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