Wenn es ein echter Kultfilm ist, nimmt man gerne 15 Minuten mehr. Am 22. Juli kehren die legendären „Blues Brothers“ auf die Kinoleinwand zurück – in der Extended Version in 4 K.

„Joliet“ Jake Blues (John Belushi) kommt frisch aus dem Gefängnis und legt mit seinem Filmbruder Elwood (Dan Aykroyd) einen beträchtlichen Teil Chicagos in Schutt und Asche. Trotzdem kürte der „L’Osservatore Romano“, die offizielle Tageszeitung des Vatikan, „The Blues Brothers“ 2010 zum „katholischen Klassiker“. Waren Belushi und Aykroyd also tatsächlich „im Auftrag des Herrn“ unterwegs, als sie sich 1980 anschickten, den Erfolg ihrer Rhythm-and-Blues-Band auf der Kino-Leinwand zu veredeln?

Christliche Referenzen gibt es im Film reichlich. Eines aber scheint der „L’Osservatore Romano“ (absichtlich?) übersehen zu haben. Jake Blues verdankt seine Bekehrung zum aktiven Gemeindemitglied weniger der katholischen Kirche als der Soul-Predigt des evangelikalen Reverend Cleophus James (James Brown).

Am 22. Juli 2020 in der Filmpassage Osnabrück um 17.00 und 20.00 Uhr.

 

 

 

Redaktion

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